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Gegen A13-Ausweichverkehr, 2. Sitzung der Regionen

    
Gemeinde Bad Ragaz
Gegen A13-Ausweichverkehr, 2. Sitzung der Regionen

Vertreterinnen und Vertreter der Regionen Viamala, Imboden, Plessur, Landquart und Sarganserland trafen sich am 30. Juni 2022, auf Einladung der Region Sarganserland und unter der Leitung von Daniel Bühler, Gemeindepräsident Bad Ragaz und Regionalvertreter vom Sarganserland, um die ganzheitliche Situation bezüglich A13-Ausweichverkehr durch die Dörfer erneut zu besprechen. Nach den umgesetzten Pilotversuchen in der Region Imboden während Ostern, Auffahrt und Pfingsten – wobei teilweise die Dorfdurchfahrten für den Durchgangsverkehr gesperrt wurden – nahmen die Regionsvertretenden eine erste Analyse vor. Sie kommen zum Schluss, dass ein Projektteam mit Vertretern der Kantone Graubünden, St.Gallen, dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) sowie den Regionen und Gemeinden nun unverzüglich gemeinsam konkrete Massnahmen erarbeiten müssen. Dabei stehen die Regierungen in den Kantonen Graubünden und St.Gallen politisch in der Verantwortung. Politische Vorstösse und regionale Anlässe

Die betroffenen Gemeinden, die Stadt Chur sowie die Regionen bearbeiten gemeinsam das Thema «A13-Ausweichverkehr» bereits seit dem Herbst 2021. Im Dezember 2021 hat ein erster Austausch der fünf Regionen stattgefunden, welche rund 150’000 Einwohnerinnen und Einwohner in 46 Gemeinden vertreten.

Positive und kritische Beurteilung aus den Pilotprojekten
Am 29. März 2022 haben der Kanton Graubünden und das ASTRA Behördenvertretende der Gemeinden entlang der A13 zu einem «runden Tisch» eingeladen. Dabei wurde als kurzfristige Massnahme ein Pilotversuch während den Ostertagen bekanntgegeben, bei dem die Ortsdurchfahrten der Gemeinden Bonaduz und Rhäzüns auf Anwohnende und Zubringende sowie den öffentlichen Verkehr beschränkt wurde. Das Pilotprojekt wurde im Anschluss ebenso auf die Wochenenden an Auffahrt und Pfingsten ausgeweitet. Für die Gemeinden Bonaduz und Rhäzüns resultierten dank den Pilot-Massnahmen Verbesserungen in Bezug auf den Durchfahrtsverkehr. Punktuelle Eingriffe im Rahmen der Pilotversuche führten jedoch zur Wahrnehmung in der Bevölkerung, dass in anderen Gemeinden, wie beispielsweise in Domat/Ems, ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zu beklagen sei.

Projekt «Via Libra» vorgestellt
Erich Kohler, Gemeindepräsident von Domat/Ems, präsentierte anlässlich des Treffens das seitens des Gemeindevorstandes erarbeitete Projekt «Via libra Domat/Ems». Das Konzept garantiert die Einsatzfähigkeit der Blaulichtorganisationen und greift lenkend in das Verkehrssystem ein. Bei ausserordentlichen Verkehrslagen soll nur die A13 den Stauraum bilden und nicht die Kantonsstrassen oder sogar das untergeordnete Strassennetz. Dieses Ziel kann erreicht werden, wenn Autobahnausfahrten gesperrt werden oder der Verkehr an strategischen Punkten ganzheitlich und im Verbund gelenkt wird. Im zweistufigen Lenkungsmodell könnte der Verkehr auf der Emserstrasse in Chur zurück auf die Autobahn geführt werden. Diese Massnahmen könnten auf die fünf Regionen entlang der Nord-Süd-Achse ausgedehnt und die Einsatzräume dynamisch, je nach Verkehrsaufkommen, definiert werden.

Ganzheitliche Betrachtungsweise gefordert
Die Erfahrungen aus den Ostertagen sowie den Auffahrts- und Pfingstwochenenden zeigen klar, dass nur eine gemeinsame, über die Regionen und die zwei Kantone Graubünden und St.Gallen hinweg koordinierte Massnahmenplanung erfolgversprechend ist. Insbesondere der Pfingstsamstag mit dem Verkehrschaos von Trübbach (SG) bis Thusis (GR) sowohl auf der A13, den Hauptstrassen aber auch auf Gemeindestrassen, Velowegen, in Dörfern sowie der gesamten Stadt Chur bestätigt diese überregional notwendige Zusammenarbeit. Die Sicherheit der Bevölkerung – wohlgemerkt eine der Kernaufgaben der Gemeinden – durch eine zeitgemässe Versorgung seitens Blaulichtorganisationen konnte nicht mehr gewährleistet werden.

Die fünf Regionen fordern von den Regierungen der Kantone Graubünden und St.Gallen, dass dieses dringliche Thema politisch zusammen sowie unter Einbezug von ASTRA, Regionen und Gemeinden koordiniert wird. Sie bitten um ein zeitnahes Treffen, um konkrete Massnahmen zu erarbeiten. Aus Sicht der Gemeindevertreter liegt der Fokus auf einer dynamischen Entlastung von Ortsdurchfahrten durch situative Sperrung von Autobahnausfahrten sowie einer gezielten Lenkung des Transitverkehrs. Die Gemeinden sind bereit, solche Konzepte in geeigneter Form mitzutragen. Ziel soll sein, den Transit- und Ferienverkehr auf der A13 zu kanalisieren.



Datum der Neuigkeit 7. Juli 2022