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Landschaft Gemeinde Bad Ragaz
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Die Geburtsstunde des Kurortes

1840

Die Gründung des Kantons St. Gallen im Jahr 1803 und die Aufhebung des Klosters im Jahr 1838 brachten für Ragaz gewaltige Veränderungen. Aus dem Bauerndorf wurde ein Kurort. Ingenieur Näf aus St. Gallen baute einen 4,5 km langen Fahrweg in die Schlucht. Das Wasser der 37 Grad Celsius warmen Therme wurde in einer Holzteuchelleitung gefasst und nach dem Dorf Ragaz geführt. Die Direktoren des Bades Pfäfers und des Hofes Ragaz luden zur Eröffnungsfeier auf Sonntag, 31. Mai 1840, mit folgenden Worten ein:

"Sonntags, den 31. Mai, wird die Wasserleitung der Pfäferser Heilquelle in das neue Bad zum Hof Ragaz feierlich eingeweiht werden. Morgens um 10.00 Uhr versammeln sich die an diesem Fest teilnehmenden Gäste in dem Garten des Hofes und begeben sich von da auf den Platz vor dem Gasthof, wo das Erscheinen der Quelle in einem Springbrunnen durch Glockengeläute, Musik und Gechützes-Salven begrüsst werden soll. Einige Festreden werden an gleicher Stelle die hohe Bedeutung dieser Feier hervorheben. Um halb ein Uhr wird ein gemeinschaftliches Mittagsmahl im Saal des Hofes eingenommen."

Nachmittags drei Uhr begibt sich der Zug der Gäste in Begleitung der Musik auf dem neuen Badweg längs der Wasserleitung ins Bad Pfäfers. Um fünf wird eine Abordnung der Gesellschaft mit Musik und Fackeln der Heilquelle selbst einen Besuch abstatten. Beleuchtung der Magdalenea-Grotte. Bewirtung im Gesellschaftssaal des Bades Pfäfers. Abends findet die Rückkehr in den Hof Ragaz statt, wo ein Feuerwerk die Gäste begrüssen wird. Beleuchtung der Burgruinen Freudenberg und Wartenstein. Freudenfeuer auf Pizalun. Zum zahlreichen Besuche dieser Eröffnungsfeier laden ergebenst ein: Die Baddirektoren des Bades Pfäfers und des Hofes Ragaz: Egger und Mächler."

In der Folge siedelten sich in Ragaz Handwerker verschiedener Berufe an. Das Gastgewerbe nahm einen gewaltigen Aufschwung. Pensionen und Hotels verwandelten das bisher bis ins Dorf hinein landwirtschaftlich genutzte Gebiet in ein halbstädtisches Dorf. Die Eisenbahnlinien von Zürich und St. Gallen ermöglichten neue Verbindungen aus halb Europa. Im wachsenden Kurort wurden die Elektrizität und der Telegraph eingeführt.


Quelle
Ragazetta spezial 2 / Oktober 2004:

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