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Mehr Chancengerechtigkeit und bessere Vereinbarkeit durch bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote

    
Medienmitteilung aus der Staatskanzlei

  
Mehr Chancengerechtigkeit und bessere Vereinbarkeit durch bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote

Die Regierung hat sich in ihrer Schwerpunktplanung 2021–2031 das Ziel gesetzt, die Chancengerechtigkeit für alle Bevölkerungsgruppen sicherzustellen. Regierungspräsident Marc Mächler und Regierungsrätin Laura Bucher haben deshalb in Anwesenheit der lokalen Vertretungen die Kindertagesstätte des Vereins Kinderwelt Tamina in Bad Ragaz besucht. Diese steht stellvertretend für die Bedeutung von familien- und schulergänzenden Kinderbetreuungsangeboten zur Förderung der Chancengerechtigkeit und Vereinbarkeit.
 
Familien- und schulergänzende Kinderbetreuungsangebote erhöhen die Chancengerechtigkeit für alle Kinder und schaffen optimale Voraussetzungen für ihre Entwicklung. Sie leisten zudem einen wertvollen Beitrag an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Angebote kommen so auch der Wirtschaft respektive den Arbeitgebenden und den Gemeinden zugute und sind ein Hilfsmittel gegen den Fachkräftemangel. Die Kinderbetreuungsangebote stellen schliesslich einen zunehmend wichtigen Standortfaktor dar.

 
Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die Entwicklung von Kindern von null bis vier Jahren und prägen nachhaltig die späteren Bildungs- und Teilhabechancen. Bedürfnisgerechte familien- und schulergänzende Betreuungsangebote sind deshalb ein wichtiges Puzzlestück für den Entwicklungsprozess eines Kindes und tragen wesentlich zur Chancengerechtigkeit bei. Die Kinder profitieren von einer ganzheitlichen Betreuung und Förderung der emotionalen und kognitiven Entwicklung. Durch den Austausch mit anderen Kindern, der Umgebung und neuen Bezugspersonen entwickeln sie auch ihre sozialen Kompetenzen weiter. Ein ausreichendes und bezahlbares Angebot an Betreuungsplätzen ist ein wichtiges Instrument um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
 
Folgestrategie «Frühe Förderung» 2021 bis 2026

Aufgrund der grossen Bedeutung der frühen Förderung für den Entwicklungsprozess von Kindern und um die Rahmenbedingungen für sie, ihre Eltern und Bezugspersonen zu verbessern, verfügt der Kanton seit dem Jahr 2015 über eine Strategie «Frühe Förderung». In der vergangenen Septembersession nahm der Kantonsrat die Auswertung der abgeschlossenen Strategie sowie die Strategie «Frühe Förderung» 2021 bis 2026 zur Kenntnis. Er hat der Regierung ergänzende Aufträge erteilt, beispielsweise soll sie eine Übersicht erstellen über die Angebote der frühen Förderung in den Gemeinden sowie eine gesetzliche Grundlage erarbeiten zur Verpflichtung der Gemeinden für ein bedarfsgerechtes Angebot der frühen Förderung. Die neue Strategie wurde in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) und dem Verband der St.Galler Volksschulträger (SGV) erarbeitet.
  
Finanzielle Unterstützung während Covid-19-Epidemie

Die Wichtigkeit der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung zeigt sich auch in der Covid-19-Epidemie. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 empfahlen die Behörden zwar, Kinder wenn möglich zu Hause zu betreuen. Gleichzeitig wurden die Einrichtungen der familienergänzenden Kinderbetreuung aber aufgefordert, ihr Angebot offen zu halten. Da insgesamt weniger Kinder in Kindertagesstätten, Tagesfamilien und schulergänzenden Betreuungsangeboten betreut werden mussten, erlitten die Einrichtungen finanzielle Ausfälle.
 
In der Folge regelten Bund, Kanton und Gemeinden die Übernahme dieser Ausfälle bei privat geführten Trägerschaften, die sich im Kanton auf knapp 1,6 Millionen Franken beliefen. In der Septembersession 2021 verabschiedete der Kantonsrat nun auch noch die nötigen Gesetzesanpassungen, um öffentlich getragene Institutionen zu entschädigen. Dabei beteiligen sich wiederum alle Staatsebenen, also Bund, Kanton und Gemeinden. Die Arbeiten zur Umsetzung dieser Ausfallentschädigungen laufen aktuell.
 
Familien- und schulergänzende Kinderbetreuung gemeinsam sicherstellen

Am Beispiel der vom Verein Kinderwelt Tamina betriebenen Kindertagesstätte in Bad Ragaz haben Regierungspräsident Marc Mächler, Vorsteher des Finanzdepartementes, und Regierungsrätin Laura Bucher, Vorsteherin des Departementes des Innern, deutlich gemacht, dass es für das Bereitstellen bedürfnisgerechter familien- und schulergänzender Kinderbetreuungsangebote ein abgestimmtes und koordiniertes Vorgehen sämtlicher involvierter Akteurinnen und Akteure braucht. Dies sind nebst dem Kanton die Gemeinden, die Arbeitgebenden sowie die Trägerschaften der jeweiligen Angebote. Nur durch ein gemeinsames Zusammenwirken kann das Ziel erreicht werden, optimale Rahmenbedingungen für ein chancengerechtes Angebot der familien- und schulergänzenden Betreuung zu schaffen und einen Beitrag sowohl an die Vereinbarkeit wie auch gegen den Fachkräftemangel zu leisten.
 

Der Besuch der vom Verein Kinderwelt Tamina betriebenen Kindertagesstätte in Bad Ragaz erfolgt im Rahmen einer losen Veranstaltungsreihe zur Schwerpunktplanung 2021–2031 der Regierung des Kantons St.Gallen. Dieser widmet Regierungspräsident Marc Mächler sein Präsidialjahr. Ziel ist es, der Bevölkerung und Wirtschaft die Ziele der Schwerpunktplanung 2021–2031 praxisnah zu veranschaulichen und in den Dialog mit lokalen Akteuren zu treten. Die Schwerpunktplanung 2021–2031 ist über die Webseite www.schwerpunktplanung.sg.ch abrufbar und wird laufend mit Informationen zur Umsetzung und zum Fortschritt der Ziele ergänzt.

  
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9001 St. Gallen
    


Regierungspräsident Marc Mächler und Regierungsrätin Laura Bucher besuchen die Kindertagesstätte Kinderwelt Tamina
Regierungspräsident Marc Mächler und Regierungsrätin Laura Bucher besuchen die Kindertagesstätte Kinderwelt Tamina

Datum der Neuigkeit 22. Okt. 2021