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Landschaft Gemeinde Bad Ragaz
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A13-Auswüchsen wird der Kampf angesagt

    
A13-Auswüchsen wird der Kampf angesagt
 
Der Gemeinderat von Bad Ragaz will den Ausweichverkehr von der A13 in die Dörfer nicht länger tolerieren. Er fordert eine Sperrung der Ausfahrten bei Stau.

 
Artikel in der Südostschweiz (Bündner Tagblatt) vom 13. Oktober 2021
von Silvia Kessler
  
Vor der Coronakrise seien Staus und der daraus folgende Ausweichverkehr von der A13 in die umliegenden Dörfer vor allem an Wochenenden mit Grossanlässen in der Ostschweiz oder mit sehr schönem Wetter zu spüren gewesen, sagt Daniel Bühler, Gemeindepräsident von Bad Ragaz und St. Galler FDP-Kantonsrat. Seit diesem Sommer werde dieses Phänomen jedoch auch ohne Grossanlässe oder wetterbedingte Ausflüge von Reisenden aus dem Mittelland in die Ostschweiz und wieder zurück immer öfter beobachtet. «Unter der steigenden Verkehrsbelastung leidet die Bevölkerung von den Dörfern der Region Viamala bis ins Sarganserland», so Bühler.
 
Auf mehreren Ebenen aktiv

Als Massnahme gegen den Ausweichverkehr in die Dörfer fordert der Gemeinderat von Bad Ragaz das Bundesamt für Strassen (Astra) auf, die Autobahnausfahrten von Chur bis Sargans bei erhöhtem Verkehrsaufkommen und bei Stausituationen umgehend zu sperren. Bühler hat zudem eine Anfrage in Bezug auf die Verkehrsproblematik im St. Galler Kantonsrat platziert, zeitgleich mit dem Maienfelder Grossrat Christof Kuoni. Denn Bühler ist überzeugt, dass die Bündner und die St. Galler zur Lösung der Stauproblematik zusammenarbeiten müssen.
 
Bad Ragaz will A13-Problem kantonsübergreifend lösen

Im Kampf gegen den Ausweichverkehr von der A13 in die Dörfer fordert der Gemeinderat von Bad Ragaz sofortige Massnahmen. Unterstützung aus Graubünden ist ihm gewiss.
 
Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat vor wenigen Tagen Post aus Bad Ragaz erhalten. In dem Schreiben beantragt der Gemeinderat, dass umgehend Massnahmen gegen den Ausweichverkehr von der Nationalstrasse A13 in die Dörfer ergriffen werden. Konkret wird gefordert, dass die Autobahnausfahrten von Chur bis Sargans während der Stosszeiten und bei Stausituationen umgehend gesperrt werden, um so den Ausweichverkehr in die Dörfer zu unterbinden.
 
In der Region Sarganserland sei man mit denselben Problemen konfrontiert wie die Bevölkerung in vielen Bündner Dörfern entlang der A13, sagt der Bad Ragazer Gemeindepräsident Daniel Bühler (Ausgabe vom vergangenen Mittwoch). «Staus auf der Nationalstrasse und damit der Ausweichverkehr auf die Hauptstrassen und durch die Dörfer nehmen zu. Darunter leiden vor allem die Gemeinden Sargans und Bad Ragaz.»
 
Gemeinsame Sache

In den Agglomerationen entstünden Verkehrsprobleme aufgrund der Überlagerung von Pendler-, Einkaufs- und Freizeitverkehr. «Bad Ragaz wird von ortsfremdem Durchgangsverkehr respektive Ausweichverkehr der A13 extrem und zunehmend belastet», so Bühler weiter. Eine Entwicklung, die auch im angrenzenden Graubünden mit steigender Besorgnis zur Kenntnis genommen wird. So taten sich Daniel Bühler, der auch für die FDP im St. Galler Kantonsrat politisiert, und der Maienfelder Statthalter und Bündner FDP-Grossrat Christof Kuoni zusammen. Im August respektive September dieses Jahres reichten die beiden Parlamentarier ein Postulat mit identischem Wortlaut in den beiden Kantonsregierungen ein. Bühler und Kuoni wollten wissen, ob die zuständigen Regierungen die Verkehrszunahme auf der A13 ebenfalls feststellen würden, welche Handlungsmöglichkeiten zur Reduzierung von Staus bestünden und welche koordinierten Massnahmen von den beiden Kantonsregierungen in welchem Zeitraum vorgesehen seien.
 
Ernüchternde Antworten

Die Antworten aus St. Gallen und Chur waren für Bühler wenig erfreulich. So schreibt die St. Galler Regierung, dass sie keine signifikante Häufung von Staus und Ausweichverkehr feststelle. «Es sind auch keine koordinierten Massnahmen – weder bauliche noch polizeiliche – mit dem Kanton Graubünden vorgesehen.» Zudem wird betont, dass eine zeitlich befristete Sperrung von Autobahnausfahrten gegen die Interessen des Astra stehe, das den Verkehr auf den Nationalstrassen möglichst lange flüssig halten wolle.
 
Die Bündner Regierung behandelte Kuonis Vorstoss in der grossrätlichen Fragestunde der Augustsession. Die in der Antwort festgehaltenen Zahlen belegen, dass der durchschnittliche Tagesverkehr im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist – und zwar an allen Zählstellen vom San-Bernardino-Tunnel bis nach Zizers. Doch auch die Bündner Regierung stellt klar, dass eine gänzliche Sperrung der Ausfahrten nicht möglich sei. Ebenso wenig praktikabel sei, bei Staus nur Anwohner von der A13 ausfahren zu lassen. Die Massnahme würde nicht nur entsprechendes Personal bedingen, sondern bei Staus auch zu zusätzlichen Verkehrsbehinderungen führen.
 
Die Regierung Graubündens verweist jedoch auf das Projekt Geschwindigkeitsharmonisierung, das 2025 oder 2026 in Betrieb genommen werden soll. Elektronische Anlagen werden dannzumal bei Staubildung die Tempolimite auf der A13 auf 100 respektive 80 Stundenkilometer reduzieren, um so den Verkehr flüssiger zu halten. Zudem sei geplant, die Einspurstrecken beim Anschluss Landquart zu verlängern, was zu weniger Rückstaus führen solle. Mit einem Vierspurausbau der A13 zwischen Rothenbrunnen und Reichenau sei frühestens ab dem Jahr 2040 zu rechnen, so die Bündner Regierung.
 
Die Zeit drängt

Der Bad Ragazer Gemeindepräsident ist jedoch überzeugt, dass jetzt und nicht erst in ein paar Jahren gehandelt werden muss, und zwar von Thusis bis Bad Ragaz. «Wir können die Stauproblematik nur koordiniert und kantonsübergreifend lösen», bekräftigt er. Zu diesem Zweck ist Bühler mit Behördenvertretern sowohl im Kanton St. Gallen als auch in den Bündner «A13-Regionen» Viamala, Imboden, Plessur und Landquart in Kontakt, wie er erklärt. Das Astra habe den Eingang des Antrags des Gemeinderats Bad Ragaz bereits bestätigt. «Allerdings mit dem Hinweis, dass die Beantwortung einige Zeit in Anspruch nehmen werde, weil verschiedene Stellen involviert werden müssten.»


Auto an Auto an Auto: Von Bad Ragaz in Richtung Mastrils bildet sich einmal mehr eine lange Kolonne
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Dokument Zeitungsartikel_in_der_Sudoschweiz_Bundner_Zeitung_vom_13._Oktober_2021.pdf (pdf, 383.4 kB)


Datum der Neuigkeit 14. Okt. 2021